Kinderpilgertag 2026

Heute war er endlich da - der langersehnte Kinderpilgertag nach Aachen! Seit Ostern haben sich unsere Schulis auf diesen besonderen Tag vorbereitet. Sie haben sich in den letzten Wochen mit dem Sonnengesang des Franz von Assisi beschäftigt, Lieder geübt und die Pfarrkirche in Wegberg erkundet. Und heute war es endlich soweit.
Schon früh um halb acht haben wir uns mit den Schulis der anderen fünf katholischen KiTas aus Wegberg getroffen. Nach einem kurzen Reisesegen durch Diakon René Brockers, der den Kinder offene Ohren, Augen und Herzen für diesen Tag gewünscht hat, machten wir uns in zwei Reisebussen auf den Weg nach Aachen. Hier trennten sich unsere Wege, auch wenn man sich im Laufe des Tages immer wieder gesehen hat. Wie im vergangenen Jahr wurden die Busse von "Sankt MARTIN hilft" gesponsert, damit alle Kinder mitfahren konnten. Dafür ein ganz herzliches DANKESCHÖN!
Zunächst haben wir uns in Aachen auf den Weg zum Generalvikariat gemacht, um uns dort anzumelden. Hier bekamen wir unsere Pilgerbuttons, die gleichzeitig unsere Eintrittskarten für die Aktionen des Tages waren. Und wir lernten Christian kennen, einen Mitarbeiter der Presseabteilung des Bistums, der uns den ganzen Tag unauffällig begleitet hat.
Nach einer kleinen Stärkung ging es auch schon weiter zu den Schervierschwestern. Im Klostergarten wartete das Erzählzelt auf uns. In einer gemütlichen Jurte haben zwei tolle Geschichtenerzähler uns zwei Geschichten aus dem "uralten" Buch, der Bibel erzählt. Ganz gebannt, mit weit offenen Augen, Ohren und Mündern haben die Kinder zwei kleine Mäuse auf die Arche Noah begleitet und waren mit Eselin Eva bei der Hochzeit zu Kanaa dabei.
Nach diesem spannenden Erlebnis hatten wir uns erstmal eine Pause im Elisengarten verdient. Bei über 30° haben wir uns ein Schattenplätzchen gesucht und erstmal Picknick gemacht. So gestärkt machten wir uns auf den Weg zum Dom. Jedoch erstmal nur von außen. Auf dem Münsterplatz konnten wir unsere Wasserflaschen wieder auffüllen und alle kleinen und großen Pilger bekamen ein Pilgerbrötchen und eine Printe zum Probieren. Denn was wäre Aachen ohne Printen, das ursprüngliche Pilgerbrot? Da wir dann noch etwas Zeit hatten, haben die Kinder den Puppenbrunnen erobert und alles ausprobiert.
Ehe wir endlich in den Dom konnten, haben wir, ganz wetterentsprechend, erstmal ein Eis gegessen. Und dann war der langersehnte Moment endlich da: wir standen vor der riesigen Tür, durch die wir gleich mit 500 anderen Kindern in den Dom einziehen sollten. Wir hatten Glück, dass gerade ein Domführer einer anderen Gruppe die Geschichte des Dombaus erzählte, und wir zuhören konnten. Natürlich wollten danach alle Kinder einmal fühlen, ob der Daumen des Teufels wirklich noch im Türgriff steckt.
Schließlich öffneten sich die großen Türen und mit einem imposanten Orgelspiel konnten wir in den Dom einziehen. Auch hier waren Augen, Ohren, Münder und sicher auch die Herzen unserer Kinder weit offen. Unter vielen "Ohs" und "Ahs" setzten wir uns staunend im freigeräumten Oktogon auf den Boden. Dann haben wir in dieser großen Gemeinschaft einen Mini-Gottesdienst gefeiert. Im Anschluss hatten wir noch fast eine Stunde Zeit den Dom zu erkunden. Und es gab so Vieles zu entdecken: Kaiser Karls Thron, die Kirchenmäuse, die Orgel mit mehreren Tausend Orgelpfeifen, die Schlange im Mosaik, den Marienschrein mit den Heiligtümern, den goldenen Schrein mit den Knochen von Kaiser Karl und zum Schluss noch das Fenster um unter den Dom gucken zu können. Hier hatten wir auch wieder das Glück, eine Domführerin zu bekommen, die den Kindern erklärt hat, das dort früher ein römisches Bad mit verschiedenen Becken gewesen ist. Dann war es auch schon Zeit, den Dom zu verlassen, obwohl die Kinder sicher noch viel länger hätten bleiben können und es noch viel mehr zu entdecken gegeben hätte. Jetzt hat auch Christian sich wieder mehr zur Gruppe gesellt und zwei Kinder zum heutigen Tag interviewt. Die anderen Kinder wurden von einem Mitarbeiter der Kirchenzeitung zu ihren Erlebnissen befragt. Hier folgt der Link zum Video: https://youtu.be/sbt-hTQj3_c
Dann ging es zum Abschluss noch auf den Katschhof, wo Bischof Helmut Dieser die 2000 Vorschulkinder, die an diesem Tag in Aachen waren, für ihren weiteren Lebensweg gesegnet hat. Nach diesem ereignisreichen Tag, waren wir alle froh, als wir wieder im Bus zurück nach Wegberg saßen. Nach ihren Highlights des Tages gefragt, antworteten alle unsere Schulis: "der Dom", "die Decke im Dom", "der Daumen vom Teufel", "dass wir die Pfote von der Bärin streicheln konnten" und noch vieles mehr.
Es war ein toller Tag!